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Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Mindestsicherungsleistungen 2016 gesunken

Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen



Datum: 26. Oktober 2017
Nummer 85/17



HANNOVER. Am 31. Dezember 2016 empfingen in Niedersachsen 766.894 Personen Mindestsicherungsleistungen. Wie das Landesamt für Statistik (LSN) mitteilt, waren damit 9,6 % der Bevölkerung auf existenzsichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen. Im Vergleich zum Jahr 2015 ist die Gesamtzahl der Mindestsicherungsleistungsempfängerinnen und -empfänger um 6.311 Personen beziehungsweise 0,8 % gesunken.

Mindestsicherungsleistungen dienen zur Sicherung des grundlegenden Lebensunterhalts und umfassen die SGB II-Leistungen Arbeitslosengeld II (ALG II) und Sozialgeld, die Sozialhilfeleistungen nach SGB XII Hilfe zum Lebensunterhalt (HLU) und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).

Während die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Asylbewerberleistungen mit 25.850 Personen deutlich um ein Viertel (25,5 %) auf 75.401 Personen zurückging, stieg die Zahl der SGB II-Beziehenden um 20.595 Personen (3,7 %) auf 573.057 an. Die Zahl der auf HLU (außerhalb von Einrichtungen) angewiesenen Personen wuchs geringfügig um 0,9 % auf 12.408. Einen Rückgang gab es hingegen bei der Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung um 1,1 % auf 106.028 Personen (-1 165).

Rund drei Viertel (74,7 %) aller Personen, die Mindestsicherungsleistungen bezogen, erhielten SGB II-Leistungen, davon 53,6 % ALG II (+2,0 Prozentpunkte gegenüber 2015) und 21,1 % Sozialgeld (+1,2 Prozentpunkte). Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bekamen 13,8 % der Leistungsbeziehenden. HLU erhielten unverändert 1,6 %. Beide Anteile blieben unverändert. Der Anteil der Empfängerinnen und Empfänger nach AsylbLG verringerte sich gegenüber 2015 um 3,3 Prozentpunkte auf 9,8 %.

Etwas mehr als die Hälfte aller Leistungsbeziehenden waren männlich (51,1 %) und zwei Drittel (66,4 %) besaßen die deutsche Staatsangehörigkeit. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren machten einen Anteil von über einem Viertel (27,6 %) aus und 65 Jahre und älter waren 7,1 % der Empfängerinnen und Empfänger.


Eine Tabelle zur detaillierten Information




Hinweise:

Die hier zitierten Zahlen wurden nach dem Wohnortprinzip ausgewiesen. Das heißt, dass Personen, die von einem niedersächsischen Träger betreut wurden, ihren Wohnsitz aber außerhalb Niedersachsens haben, bei der dargestellten Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Mindestsicherungsleistungen nicht berücksichtigt sind. Bezieherinnen und Bezieher von Regelleistungen nach dem AsylbLG, die vom Land als überörtlichen Träger überwiegend in Landesaufnahmeeinrichtungen untergebracht wurden (2015: 23.085; 2016: 3.149), wurden bei den hier zitierten Angaben berücksichtigt.

Um Doppelzählungen von Beziehenden von HLU in Einrichtungen zu vermeiden, die größtenteils auch Grundsicherung im Alter erhalten, werden im Rahmen der Sozialen Mindestsicherung nur HLU-Leistungsempfangende außerhalb von Einrichtungen gezählt.

Die Mindestsicherungsquote 2016, die den Anteil der Empfängerinnen und Empfänger von Mindestsicherungsleistungen an der Gesamtbevölkerung wiedergibt, ist mit denen der Vorjahre nur eingeschränkt vergleichbar. Letztere bezogen sich immer auf den Bevölkerungsstand am 31.12. des jeweiligen Berichtsjahres. Für 2016 wurde die Bevölkerung zum 30.06.2016 herangezogen, da der Bevölkerungsstand zum 31.12.2016 bisher noch nicht vorliegt.

Weitere Daten zur Mindestsicherung stehen für das Jahr 2016 in Kürze in der LSN-Onlinedatenbank bis auf Ebene der Einheits- und Samtgemeinden bereit. Die Ergebnisse können differenziert nach Geschlecht und Staatsangehörigkeit dargestellt werden.

Die Tabellen sind zu finden unter:
http://www1.nls.niedersachsen.de/statistik/ EVAS Systematik / 2 - Bildung, Sozialleistungen, Gesundheit, Rechtspflege / 22 - Öffentliche Sozialleistungen / 228 - Sozialberichterstattung / Statistische Erhebung / 255 Soziale Mindestsicherung oder
http://www1.nls.niedersachsen.de/statistik/ / Statistische Erhebung / 255 Soziale Mindestsicherung

Die Sozialberichterstattung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder stellt auf www.amtliche-sozialberichterstattung.de Daten aus den Bereichen Armut und soziale Ausgrenzung sowie soziale Mindestsicherung bereit. Die Ländervergleichszahlen für 2016 erscheinen in Kürze. Die Berechnung auf kleinräumiger Ebene erfolgt in Niedersachsen im Rahmen des vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in Auftrag gegebenen Projekts „Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Niedersachsen".


Kontakt:
Herr Lehmann, Tel. 0511 9898-3145
Herr Prof. Eichhorn, Tel. 0511 9898-2215

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Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
© 2017 Landesamt für Statistik Niedersachsen
Pressestelle, Göttinger Chaussee 76, 30453 Hannover

Telefon: 0511 9898-1125
Telefax: 0511 9898-991125

E-Mail: pressestelle(at)statistik.niedersachsen.de
https://www.statistik.niedersachsen.de


Journalistische Anfragen richten Sie bitte an die oben genannten Auskunftgebenden.


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