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Auftragseingänge im Dezember 2022: Nachfrage nach niedersächsischen Industriegütern im Vergleich zum Vorjahr um 8% gesunken

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 018 vom 03.02.2023


HANNOVER. Im Dezember 2022 sank die Nachfrage nach niedersächsischen Industriegütern, verglichen zum Vorjahresmonat. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, verringerten sich die Bestellungen von Industriegütern aus niedersächsischer Produktion preisbereinigt um 8% im Vergleich zum Dezember 2021. Die Inlandsorders verringerten sich dabei um 10%, die Bestellungen aus dem Ausland gingen gegenüber dem Vorjahresmonat um 6% zurück. Die Nachfrage nach Investitionsgütern verzeichnete ein Minus von 5%, die Nachfrage nach Vorleistungsgütern verminderte sich um 15%. Das Ergebnis wurde durch einzelne Großaufträge insgesamt positiv beeinflusst.

Bei den umsatzstärksten niedersächsischen Industriebranchen entwickelten sich die Orders unter Einfluss des Ukraine-Krieges, von Lieferkettenstörungen sowie der anhaltend hohen Inflation wie folgt: Im Vergleich zum Dezember 2021 verringerte sich die Nachfrage beim Sonstigen Fahrzeugbau (-44%), bei der Herstellung von chemischen Erzeugnissen (-27%), beim Maschinenbau (-17%), bei der Metallerzeugung und -bearbeitung (-13%) sowie bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (-3%). Ein Plus gegenüber dem Vorjahresmonat wurde bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (12%) sowie ein leichtes Plus bei der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (0,4%) erzielt.

Gegenüber dem Vormonat (November 2022) verringerte sich die Nachfrage nach Industriegütern um 7%. Die inländischen Bestellungen gingen im Dezember 2022 um 11% gegenüber dem Vormonat zurück, die ausländischen Bestellungen verringerten sich um 5%. Die Bestellungen von Vorleistungsgütern gingen wie auch die Nachfrage nach Investitionsgütern preisbereinigt jeweils um 8% zurück.

Rückblickend war das Jahr 2022 für die niedersächsische Industrie durch den Ukraine-Krieg, Lieferkettenstörungen sowie die anhaltend hohe Inflation geprägt. Insgesamt ging die Nachfrage nach niedersächsischen Industrieprodukten im Vergleich zum Jahr 2021 um 6% zurück. Die Inlandsbestellungen stiegen leicht (0,2%), die Auslandsaufträge sanken um 11%. Dabei verminderte sich die Nachfrage nach Vorleistungsgütern insgesamt um 10%, die Investitionsgüter erzielten ein Minus von 6%.


Auftragseingänge in Niedersachsen im Dezember 2022 Tabelle und Grafik (xlsx)

Methodische Hinweise:

Ab Januar 2022 werden die Auftragseingänge preisbereinigt veröffentlicht. Grundlage der Indexberechnung ist die Wertsumme für die in einem Berichtsmonat festakzeptierten Aufträge. Diese werden nach den Absatzrichtungen Inland und Ausland unterschieden. Diese Wertsumme wird zu dem entsprechenden Ergebnis für den Monatsdurchschnitt im Basisjahr in Beziehung gesetzt und bildet den Wertindex für einen Wirtschaftszweig. Zur Berechnung des hier genutzten Volumenindex wird noch eine Deflationierung mit den Erzeugerpreisindizes bzw. den Ausfuhrpreisindizes zur Preisbereinigung vorgenommen.

Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.

Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen)

Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht E I 1.

Kontakt:
Dr. Anna Holtsch, Tel. 0511 9898-1524
Lorena Feo Ziemann, Tel. 0511 9898-3342

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


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