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Auftragseingänge im November 2021: Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr um 11% gestiegen

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 003 vom 07.01.2022


HANNOVER. Die niedersächsische Industrie konnte im November 2021 erneut Zuwächse bei den Auftragseingängen verzeichnen. Nach Mitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) stieg die Nachfrage nach Industriegütern aus niedersächsischer Produktion um 11% im Vergleich zum November 2020. Während die Inlandsbestellungen um 2% zurückgingen, erhöhten sich die Auslandsorders um 25%. Die Auftragseingänge für Investitionsgüter erzielten ein Plus von 6%, die Nachfrage nach Vorleistungsgütern stieg um 20% an. Das Ergebnis wurde vor allem durch Preiseffekte im Rahmen der Vorleistungsgüterproduktion sowie durch einen Großauftrag im Sonstigen Fahrzeugbau positiv beeinflusst.

Bezogen auf einzelne der umsatzstärksten niedersächsischen Industriebranchen stellt sich die Entwicklung überwiegend positiv dar: Steigende Nachfrage im Vergleich zum November 2020 gab es für die Herstellung von chemischen Erzeugnissen (+34%), den Maschinenbau (+18%), die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+17%), die Metallerzeugung und -bearbeitung (+14%) sowie die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+1%). Rückläufige Bestellungen wurden demgegenüber bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (-1%) verzeichnet.

Gegenüber dem Vormonat (Oktober 2021) hat sich die Nachfrage nach Industriegütern ebenfalls um 10% erhöht. Die ausländischen Bestellungen stiegen im November 2021 gegenüber dem Vormonat um 19%, die Inlandsnachfrage blieb unverändert. Bei den Bestellungen von Vorleistungsgütern gab es ein Plus von 6%, bei den Investitionsgütern von 10%.

Eine grundsätzlich positive Entwicklung der aktuellen Konjunktur zeigt die direkte Gegenüberstellung zum „Vor-Corona-Jahr“ 2019. Ein Vergleich der durchschnittlichen Aufträge der letzten drei Monate (September bis November) von 2021 mit dem entsprechenden Zeitraum im Jahr 2019 zeigt folgende Veränderungsraten: Insgesamt erreichten die Bestellungen 2021 ein durchschnittliches Plus von 9% gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019. Die Bestellungen aus dem Inland nahmen dabei um 8% zu, die Auslandsnachfrage erhöhte sich um 11%. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern stieg in diesem Vergleichszeitraum um durchschnittlich 29%, während die Nachfrage nach Investitionsgütern um durchschnittlich 1% zunahm.

Tabelle (Excel-Format) und Grafik



Methodische Hinweise:

Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.

Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen).

Hinweise zur Tabelle: Um die Vergleichbarkeit der Monatswerte des Verarbeitenden Gewerbes mit einem „Vor-Corona-Jahr“ zu gewährleisten, wurde die beigefügte Tabelle um die Veränderung gegenüber dem Jahr 2019 ergänzt. Neben der Entwicklung der aktuellen Drei-Monats-Durchschnitte wird dort auch der entsprechende Zeitraum bezogen auf das Jahr 2019 abgebildet.

Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht E I 1.

Kontakt:
Dr. Anna Holtsch, Tel. 0511 9898-1524
Simon Lehner, Tel. 0511 9898-3335

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


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