Baupreise für den Neubau von Wohngebäuden in Niedersachsen im Februar 2026: 2,8% über dem Vorjahresniveau
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 037 vom 02.04.2026
- Preisanstieg für den Neubau von Wohngebäuden niedriger als im November 2025
- Zimmer- und Holzbauarbeiten deutlich teurer als im Vorjahresmonat
- Teuerung beim Straßenbau weiterhin auf hohem Niveau
HANNOVER. Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude (Bauleistungen am Bauwerk) sind im Februar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,8% gestiegen. Im November 2025, dem vorherigen Berichtsmonat, hatte der Preisanstieg im Vorjahresvergleich 3,2% betragen. Nach Auskunft des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) erhöhte sich der Baupreisindex für den Neubau von Wohngebäuden gegenüber November 2025 um 1,3% und lag im Februar 2026 bei 137,3 (Basisjahr 2021 = 100).
Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden
Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen im Februar 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,7% an. Den größten Anteil an den Rohbauarbeiten und auch am Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden haben Betonarbeiten und Mauerarbeiten. Gegenüber Februar 2025 erhöhten sich die Preise für Betonarbeiten um 1,0% und für Mauerarbeiten um 3,3%. Besonders hohe Preissteigerungen gab es bei Zimmer- und Holzbauarbeiten (+7,3%), Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten (+5,0%) sowie Erdarbeiten (+4,4%). Dachdeckungsarbeiten und Klempnerarbeiten waren im Vorjahresvergleich jeweils um 3,2% teurer, während Stahlbauarbeiten um 0,2% günstiger waren als im Februar 2025.
Preise für Ausbauarbeiten an Wohngebäuden
Die Preise für Ausbauarbeiten an Wohngebäuden lagen im Februar 2026 um 3,1% über dem Vorjahresniveau. Starke Preiserhöhungen wurden bei Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen (+6,9%), Verglasungsarbeiten (+6,7%) und bei raumlufttechnischen Anlagen (+5,9%) verzeichnet. Neben Heizanlagen und zentralen Wassererwärmungsanlagen (+4,2%) zählen Tischlerarbeiten (+3,0%) und Metallbauarbeiten (+2,6%) zu den anteilsstärksten Bauarbeiten. Die Preise für Estricharbeiten (-0,4%) sind im Vergleich zu Februar 2025 leicht gesunken.
Preise für weitere Bauwerksarten
Die Preise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) stiegen im Februar 2026 im Vorjahresvergleich um 3,8% an, die Preise für Schönheitsreparaturen in einer Wohnung um 3,5%.
Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen die Preise für den Neubau von Bürogebäuden um 3,2% und für den Neubau von gewerblichen Betriebsgebäuden um 2,8% an. Wie im November 2025 war die Teuerung im Straßenbau (+4,4%) auf einem hohen Niveau.
| Tabellen und Abbildungen zu den Baupreisen stehen im Internetangebot des LSN bereit | ||
Methodische Hinweise:
Mit dem Berichtsmonat August 2024 wurden die Indizes der Bauleistungspreise auf das neue Basisjahr 2021=100 umgestellt. Die Umstellung auf ein neues Basisjahr erfolgt turnusmäßig in der Regel alle fünf Jahre. Im Rahmen der Umbasierung kam es zu Anpassungen bei der Bezeichnung einiger Bauleistungen (beispielsweise bei den Nieder- und Mittelspannungsanlagen, die nun als Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen bezeichnet werden). Zudem wurden 10 neue Bauleistungen in die der Berechnung zugrundeliegenden Wägungsschemata aufgenommen. Mit der Umstellung wurden alle Indizes ab August 2021 unter Berücksichtigung der aktualisierten Wägungsschemata neu berechnet. Die auf der alten Basis 2015 ermittelten Preisindizes verlieren damit ihre Gültigkeit.
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