Baupreise für den Neubau von Wohngebäuden in Niedersachsen im November 2025: 3,2% über dem Vorjahresniveau
Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 003 vom 08.01.2026
- Preisanstieg für den Neubau von Wohngebäuden auf ähnlichem Niveau wie im August 2025
- Preise für Zimmer- und Holzbauarbeiten spürbar teurer
- Teuerung beim Straßenbau weiterhin auf hohem Niveau
HANNOVER. Die Preise für den Neubau von Wohngebäuden (Bauleistungen am Bauwerk) lagen im November 2025 um 3,2% höher als im Vorjahresmonat. Nach Auskunft des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) ist der Preisanstieg für den Neubau von Wohngebäuden auf ähnlichem Niveau wie im August 2025 (3,1%).
Insgesamt stieg der Baupreisindex für den Neubau von Wohngebäuden gegenüber dem August 2025 um 0,4% und lag im November 2025 bei 135,6 (Basisjahr 2021 = 100).
Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden
Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen im November 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,9% an. Den größten Anteil an den Rohbauarbeiten und auch am Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden haben Betonarbeiten und Mauerarbeiten. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich im November 2025 die Preise für Betonarbeiten (+2,1%) und für Mauerarbeiten (+1,5%) vergleichsweise gering und dämpften damit den Gesamtanstieg. Besonders starke Preissteigerungen gab es bei Zimmer- und Holzbauarbeiten (+8,1%) sowie Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten (+7,5%).
Preise für Ausbauarbeiten an Wohngebäuden
Die Preise im Bereich der Ausbauarbeiten an Wohngebäuden lagen im November 2025 um 3,3% über dem Vorjahresmonat. Die stärksten Preiserhöhungen wurden bei Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen (+7,8%), bei Heizanlagen und zentralen Wassererwärmungsanlagen (+7,2%) sowie bei Verglasungsarbeiten (+7,2%) verzeichnet. Neben Heizanlagen und zentralen Wassererwärmungsanlagen zählen Tischlerarbeiten (+2,8%) und Metallbauarbeiten (+2,7%) zu den anteilsstärksten Bauarbeiten und trugen mit ihren moderaten Preissteigerungen entsprechend zu der Preisentwicklung im Bereich der Ausbauarbeiten bei.
Preisrückgänge gab es hingegen bei Estricharbeiten (–1,1%) sowie bei Aufzugsanlagen, Fahrtreppen, Fahrsteigen und Förderanlagen (–0,6%).
Preise für weitere Bauwerksarten
Die Preise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) stiegen im November 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,6%, die Preise für Schönheitsreparaturen in einer Wohnung um 3,0% an.
Gegenüber dem Vorjahresmonat verteuerten sich die Preise für den Neubau von Bürogebäuden um 3,5% und für den Neubau von gewerblichen Betriebsgebäuden um 3,1%. Den größten Preisanstieg unter den Bauwerksarten verzeichnete – wie bereits im Vorquartal – der Straßenbau (+5,2%).
| Tabellen und Abbildungen zu den Baupreisen stehen im Internetangebot des LSN bereit | ||
Methodische Hinweise:
Mit dem Berichtsmonat August 2024 wurden die Indizes der Bauleistungspreise auf das neue Basisjahr 2021=100 umgestellt. Die Umstellung auf ein neues Basisjahr erfolgt turnusmäßig in der Regel alle fünf Jahre. Im Rahmen der Umbasierung kam es zu Anpassungen bei der Bezeichnung einiger Bauleistungen (beispielsweise bei den Nieder- und Mittelspannungsanlagen, die nun als Elektro-, Sicherheits- und Informationstechnische Anlagen bezeichnet werden). Zudem wurden 10 neue Bauleistungen in die der Berechnung zugrundeliegenden Wägungsschemata aufgenommen. Mit der Umstellung wurden alle Indizes ab August 2021 unter Berücksichtigung der aktualisierten Wägungsschemata neu berechnet. Die auf der alten Basis 2015 ermittelten Preisindizes verlieren damit ihre Gültigkeit.
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