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Auftragseingänge im Februar 2021: Nachfrage stieg im Vergleich zum Vorjahr um 15%

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 039 vom 07.04.2021



HANNOVER. Die niedersächsische Industrie konnte im Februar 2021 deutliche Zuwächse bei den Auftragseingängen verzeichnen. Nach Mitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) wuchs die Nachfrage nach Industriegütern aus niedersächsischer Produktion um 15% im Vergleich zum Februar 2020. Während die Inlandsbestellungen um 19% zulegten, stiegen die Auslandsorders um 12%. Die Auftragseingänge für Investitionsgüter erzielten ein Plus von 22%, die Nachfrage nach Vorleistungsgütern stieg um 5% an.

Im Vergleich zum Januar 2021 erreichten die Bestellungen insgesamt ein Plus von 18%. Die Bestellungen aus dem Inland nahmen dabei um 23% zu, die Auslandsnachfrage erhöhte sich um 14%. Gegenüber dem Vormonat nahm die Nachfrage nach Vorleistungsgütern um 4% ab, während die Nachfrage nach Investitionsgütern um 35% stieg.

Bezogen auf einzelne der umsatzstärksten niedersächsischen Industriebranchen stellt sich die Entwicklung überwiegend positiv dar: Steigende Nachfrage im Vergleich zum Februar 2020 gab es für die Herstellung von Metallerzeugnissen (+35%), die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+25%), den Maschinenbau (+11%), die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+8%) die Metallerzeugung und -bearbeitung (+7%) sowie die Herstellung von chemischen Erzeugnissen (+4%). Rückläufige Bestellungen verzeichnete demgegenüber der sonstige Fahrzeugbau (-17%).

Bei der Betrachtung ist zu berücksichtigen, dass es im Februar 2020 in Niedersachsen noch keine erkennbaren Einflüsse der Corona-Epidemie auf die Auftragseingänge gegeben hat.

Tabelle und Grafik:

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(Datei ist nicht barrierefrei)

Methodische Hinweise:
Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.

Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen).

Hinweise zur Tabelle:
Um die Vergleichbarkeit der Monatswerte des Verarbeitenden Gewerbes mit einem „Vor-Corona-Jahr“ zu gewährleisten, wird die beigefügte Tabelle um die Veränderung gegenüber dem Jahr 2019 ergänzt. Neben der Entwicklung der aktuellen Drei-Monats-Durchschnitte wird dort ab sofort auch der entsprechende Zeitraum bezogen auf das Jahr 2019 abgebildet.


Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht E I 1.

Kontakt:
Uwe Rode, Tel. 0511 9898-3335
Simon Lehner, Tel. 0511 9898-3365
Dr. Anna Holtsch, Tel. 0511 9898-1524

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


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