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Auftragseingänge im September 2020: Nachfrage sank im Vergleich zum Vorjahr um 5%

Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 108 vom 04.11.2020



HANNOVER. Die niedersächsische Industrie musste im September 2020 erneut rückläufige Auftragseingänge hinnehmen. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, gingen die Bestellungen im Vergleich zum September 2019 um 5% zurück. Die Nachfrage nach niedersächsischen Industrieprodukten im Ausland sank sogar um 14%, während die Inlandsbestellungen um 5% zulegten. Die Aufträge zur Herstellung von Vorleistungsgütern sanken um 3% unter das Vorjahresniveau. Die Auftragseingänge in der Investitionsgüterproduktion gingen um 7% zurück.

Im Vergleich zum Vormonat August 2020 stiegen die Bestellungen mit einem Zuwachs von 33% deutlich an. Die Auslandsnachfrage legte um 21% zu, die Bestellungen aus dem Inland sogar um 46%. Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern erhöhte sich um 16%, die nach Investitionsgütern um 46%.

In den umsatzstarken niedersächsischen Industriebranchen war die Nachfrageentwicklung gegenüber dem Vorjahresmonat recht unterschiedlich. Während die Auftragseingänge bei der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (-23%), der Herstellung von Metallerzeugnissen (-11%), dem Maschinenbau (-9%) und der chemischen Industrie (-6%) teilweise stark rückläufig waren, konnten bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+3%) sowie der Metallerzeugung und -bearbeitung (+12%) Zuwächse verzeichnet werden.

Tabelle und Grafik:
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Methodische Hinweise:
Vorleistungsgüter: Produktionsgüter, die überwiegend für Unternehmen bestimmt sind und dort im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Metalle, Holz, chemische Grundstoffe, Gummi- und Kunststoffwaren, Papier und Karton sowie elektronische Bauelemente.

Investitionsgüter: Langlebige Produktionsgüter (z. B. Maschinen für die Güterproduktion, Kraftwagen).

Es handelt sich um vorläufige Ergebnisse. Revidierte vorläufige Ergebnisse in wirtschaftssystematisch tieferer Gliederung enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht E I 1.

Kontakt:
Uwe Rode, Tel. 0511 9898-3335
Simon Lehner, Tel. 0511 9898-3347

Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
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