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Ergebnisse der Aquakulturerhebung

Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN)


Im Vordergrund sind verschiedene Diagramme zu sehen, im Hintergrund ein Feld. Bildrechte: LSN

Im Jahr 2025 haben 94 Betriebe in Niedersachsen rund 4.010 Tonnen Aquakulturerzeugnisse produziert. Ein vergleichsweise kleiner Anteil entfiel dabei auf die ökologische Erzeugung: Etwa 76 Tonnen stammten aus drei Betrieben mit Bio-Produktion. Zu den Aquakulturerzeugnissen zählen neben Fischen unter anderem auch Weichtiere wie Muscheln, Krebstiere und Algen.

Trotz eines leichten Rückgangs von 1,3% bleibt der Aal die wichtigste Fischart in der niedersächsischen Aquakultur. Mit einer Produktionsmenge von 1.175 Tonnen machte er 2025 rund 42,3% der gesamten Fischproduktion aus, die sich auf insgesamt 2.780 Tonnen belief. Insgesamt waren 86 Betriebe in der Fischzucht aktiv.

Erzeugung im Jahr 2025: Europäischer Aal (1175000 kg), Lachsforelle: Unterliegt in diesem Jahr der Geheimhaltung. Menge aber ähnlich. Entweder schön überschreiben oder vielleicht in diesem Jahr die Muscheln nehmen mit: 1123443 Regenbogenforelle: 262 Bildrechte: ©LSN

Eine zentrale Rolle spielt darüber hinaus die Erzeugung von Weichtieren, insbesondere von Muscheln. Nachdem die Produktion in den Jahren 2023 und 2024 noch gestiegen war, ging sie 2025 deutlich zurück. Mit 1.123 Tonnen lag sie um 37,0% unter dem Vorjahreswert von 1.784 Tonnen. Zwar unterliegt die Muschelzucht traditionell starken Schwankungen zwischen guten und schlechten Jahren, doch zeichnet sich seit Längerem ein negativer Trend ab.

Die Ursachen dafür sind vielfältig. Während der Corona-Pandemie zwischen 2020 und 2022 war die Arbeit vieler Betriebe eingeschränkt. Hinzu kommen Eingriffe in den Lebensraum im Meer, etwa durch Kabelverlegungen, Hafenausbau sowie den Bau von LNG-Terminals und Offshore-Windparks, die wiederholt Muschelbänke beeinträchtigen. Auch ökologische Faktoren gewinnen zunehmend an Bedeutung: Der Klimawandel belastet die Ökosysteme, fehlende Besatzmuscheln erschweren die Zucht, und Extremwetterereignisse wie Stürme oder steigende Wassertemperaturen wirken sich negativ auf die Muschelsaat aus.

Zusätzlich setzt die Ausbreitung invasiver Arten den heimischen Beständen zu. Besonders die pazifische Auster, die ursprünglich zur Zucht eingebracht wurde und sich seit Jahrzehnten im Wattenmeer ausbreitet, steht in Konkurrenz zu einheimischen Muscheln.

Starker Rückgang der Muschelerzeugung zwischen 2015 und 2025. Von knapp 4000 Tonnen auf rund 1000 Tonnen. Leichte Erholung der Produktion.in den Jahren 2023 und 2024. Bildrechte: ©LSN
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