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Ergebnisse der Holzeinschlagsstatistik

Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN)


Im Vordergrund sind verschiedene Diagramme zu sehen, im Hintergrund ein Feld. Bildrechte: LSN

Im Jahr 2025 wurden in Niedersachsen 3,6 Mio. Kubikmeter Holz (ohne Rinde) eingeschlagen – zum Vergleich, der Maschsee der Landeshauptstadt Hannover hat ein Volumen von 1,6 Mio. Kubikmetern! Gegenüber dem Vorjahr stieg der Holzeinschlag um 9,2% bzw. um 307.100 Kubikmeter. Im Vergleich zum mehrjährigen Durchschnitt (2019-2024) ging er um 25,2% bzw. 1,2 Mio. Kubikmeter zurück.

Holzeinschlag von 2009 bis 2025. Starker Anstieg ab 2018. Rückgang in den Jahren 2023 und 2024. Leichter Anstieg im Jahr 2025.   Bildrechte: ©LSN

Der Holzeinschlag wird in verschiedene Verwendungskategorien unterteilt. So wird unterschieden zwischen

  • Energieholz (Energiegewinnung z. B. im Kachelofen),
  • Stammholz (am hochwertigsten, wird z. B. als Bauholz genutzt) und
  • Industrieholz (z. B. für die Papierherstellung).

Weiterhin werden Laub- und Nadelgehölze getrennt erfasst.

Nadelhölzer machten Großteil des Einschlags aus

Den Großteil des Gesamtholzeinschlags mit rund 2,7 Millionen Kubikmetern machten 2025 in Niedersachsen die Nadelhölzer aus. Davon waren mit 1,2 Millionen Kubikmetern die Holzarten Fichte, Tanne, Douglasie und sonstiges Nadelholz repräsentiert. Von den Holzarten Kiefer und Lärche wurden dementsprechend 1,5 Millionen Kubikmeter eingeschlagen.

Die Laubholzarten bildeten mit 972.200 Kubikmetern rund 26,7% vom gesamten Einschlag ab. Aus dieser Holzgruppe wurden mit 829.200 Kubikmetern die Buche und sonstiges Laubholz eingeschlagen, auf hochwertige Eiche und Roteiche beliefen die restlichen 143.000 Kubikmeter.

Mehr als die Hälfte des eingeschlagenen Holzes wurde als Stammholz genutzt. Mit fast zwei Millionen Kubikmetern lag dieser Anteil bei 54,3 Prozent. Industrieholz machte 31,5 Prozent aus, während rund 13,6 Prozent für die energetische Nutzung vorgesehen waren

1,6 Millionen Kubikmeter in Privatwald eingeschlagen

Holzeinschlag nach Eigentum im Jahr 2025. Privat- und Landeswald jeweils über 40%. Körperschafts- und Bundeswald bei bis zu 4%.   Bildrechte: ©LSN

Mit rund 1,8 Millionen Kubikmetern wurde im niedersächsischen Privatwald am meisten Holz eingeschlagen. Knapp dahinter lag der Wald im Eigentum des Landes Niedersachsen mit rund 1,5 Millionen Kubikmetern.

Ursachen des gesunkenen Holzeinschlags

Die Ursachen für den gesunkenen Holzeinschlag in Niedersachsen sind vielfältig. Einerseits sind die Wald- und Hoflagerplätze mit dem Holz aus den sehr einschlagstarken Vorjahren vielerorts noch gut gefüllt: Seit 2018 stieg der Holzeinschlag insgesamt deutlich an – zusammenhängend mit dem enorm steigenden Schadholzaufkommen. Andererseits verstärkten die Unsicherheiten auf dem Energiemarkt 2021-2022 die Verwendung von Holz zu Energiegewinnung. Aufgrund aktueller Flaute in der Baubranche und wieder abnehmender Bedeutung von Energieholz in 2023 ist die Tendenz bei der Nachfrage und beim Preis (außer bei Eiche) nach diesem Rohstoff wieder sinkend. Zudem erschwerte die nasse Witterung sowohl den Einschlag als auch die Abfuhr aus den niedersächsischen Wäldern, sodass die Förster die Submission im Folgejahr abwarten. Im Jahr 2025 stieg der Holzeinschlag zwar wieder leicht an, erreichte aber noch bei weitem nicht das Niveau der einschlagsintensiven Jahre.

Schadholz in Niedersachsen

Bis zu 15,0% des Holzeinschlag 2025 resultierte als Folge von Schäden und betrug rund 546.400 Kubikmeter. Ebenso wie im Vorjahr war der überwiegende Teil des gesamten Schadholzeinschlags mit 263.700 Kubikmetern im Jahr 2025 auf Insektenbefall wie Borkenkäfer zurückzuführen. Die Schadensursache „Wind und Sturm“ verursachte 38.500 Kubikmetern Schadholz, wohingegen 146.000 Kubikmeter Schadholz auf Trockenheit zurückzuführen sind.

Einschlagursachen 2023 und 2024. Rückgang der sturmbedingten Schäden und Schäden verursacht durch Insekten.   Bildrechte: LSN
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