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Die Erhebung über Strauchbeeren in Niedersachsen

Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN)


Heidelbeeren hängen am Strauch. Bildrechte: ©jk - stock.adobe.com

In der Erhebung über Strauchbeeren erfasst das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) nicht die botanischen Beeren, sondern Beerenobst: Kleine, süße und weiche Früchte, die an Sträuchern wachsen und deren Namen zumeist auch auf -beere enden. Im Joghurt, im Müsli, auf dem Kuchen, dem Eisbecher oder in der Marmelade: Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren und viele weitere Strauchbeerenarten sind bei vielen Mahlzeiten gern gesehene Zutaten.

In dieser Erhebung wird allerdings nicht die Erdbeere erhoben, die aus historischen Gründen in der Gemüseerhebung erfasst wird.

Die wichtigste Frucht der Strauchbeerenstatistik ist allerdings auch botanisch eine Beere: Die Heidelbeere. Ihr Anteil am Strauchbeerenanbau liegt in Niedersachsen zwischen 80% und 85% des gesamten Beerenanbaus. Auf dem zweiten Platz liegt hingegen eine Sammelsteinfrucht, deren Anbau insbesondere unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen erfolgt: die Himbeere. Ihr Anteil am gesamten niedersächsischen Beerenanbau liegt heutzutage allerdings nur noch zwischen 6% und 10%. Das Hauptanbaugebiet für Strauchbeeren ist das Alte Land im Gebiet der Landkreise Stade, Harburg und Cuxhaven.

Neben den Strauchbeerenarten und der geernteten Menge enthält die Statistik auch Daten zu den Anbauflächen, der Größe der Betriebe und den Kreis des Betriebssitzes.

Was erfasst das LSN in der Erhebung über Strauchbeeren in Niedersachsen?

Die Erhebung wird jährlich im Herbst als Totalerhebung durchgeführt. Es besteht Auskunftspflicht. Nach § 17a bis c des Agrarstatistikgesetzes werden die Anbaufläche und die Erntemenge nach den Arten der Strauchbeeren erhoben. Auch die ökologische Wirtschaftsweise wird erfasst. Alle drei Jahre erfragt das LSN zusätzlich die Verwendung der Ernte. Dabei wird zwischen nicht vermarkteten Beeren sowie Tafel-, Verwertungs- und Industriebobst unterschieden.

Als Strauchbeerenarten werden rote, weiße und schwarze Johannisbeeren, Himbeeren, Kulturheidelbeeren, Holunder, Sanddorn, Stachelbeeren, Brombeeren, Aroniabeeren und sonstige Beeren unterschieden.

Weitere Informationen finden Sie in den methodischen Hinweisen.

Wer gibt für die Strauchbeerenstatistik Auskunft?

Die Strauchbeerenstatistik ist eine dezentrale Bundesstatistik mit Auskunftspflicht, bei der alle landwirtschaftlichen Betriebe mit einer Strauchbeerenfläche von mindestens 0,5 Hektar im Freiland bzw. 0,1 Hektar unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen einschließlich Gewächshäusern erfasst werden. Dabei ist es nicht erforderlich, dass der Anbau auf Gewinnerzielung ausgerichtet ist. Jeder Betrieb ist nach § 93 Agrarstatistikgesetz zur Auskunft verpflichtet.

Den aktuellen Fragebogen sowie weitere Informationen zur Erhebung finden Sie hier.

Die Veröffentlichung der Ergebnisse der Strauchbeerenerhebung in Niedersachsen

Die Ergebnisse für ein Betriebsjahr werden im darauffolgenden Jahr etwa Mitte Januar auf Kreisebene veröffentlicht. Die Strauchbeerenstatistik wird als Totalerhebung durchgeführt. Dies bedeutet, dass alle Betriebe befragt werden, die die Voraussetzungen erfüllen. Die Ergebnisse müssen deshalb nicht hochgerechnet werden.

Wer nutzt die Daten?

Zu den Hauptnutzerinnen und -nutzern der Ergebnisse der niedersächsischen Strauchbeerenstatistik zählen Behörden wie das Landwirtschaftsministerium sowie wissenschaftliche Institutionen. Des Weiteren wird die Statistik auch von Kommunen, Verbänden, Landwirtschaftskammern und -ämtern, Interessenvertretungen, Beratungsverbänden sowie Privatpersonen und interessierten Unternehmen genutzt.

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