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Haushaltebefragung in Niedersachsen

Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN)


Skizze von 3 Personen, die sich unterhalten Bildrechte: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2021

Allgemeines

Die Haushaltebefragung ist ein wesentlicher Erhebungsteil des kommenden Zensus. Mit der Haushaltebefragung auf Stichprobenbasis werden im Zensus zwei Ziele verfolgt:

Zum einen spielt die Qualitätssicherung der amtlichen Einwohnerzahl eine wichtige Rolle: Durch die Haushaltebefragung können Über- und Untererfassungen in Verwaltungsregistern aufgedeckt und sogenannte „Karteileichen“ und „Fehlbestände“ ermittelt werden. Hierbei handelt es sich um Personen, die zwar im Melderegister verzeichnet sind, aber nicht mehr an der im Melderegister geführten Anschrift leben, beziehungsweise umgekehrt um Personen, die an einer bestimmten Anschrift leben, jedoch nicht im Melderegister an dieser Anschrift geführt werden.

Zum anderen ermöglicht die Haushaltebefragung die Erhebung weiterer Merkmale, die nicht oder nicht hinreichend verlässlich in den Verwaltungsregistern enthalten sind. Dazu zählen zum Beispiel der Erwerbsstatus, der Bildungsstatus oder auch die nichtehelichen Lebensgemeinschaften. Die Merkmale zur Haushaltebefragung sind in § 13 ZenG 2022 aufgeführt.

Die erhobenen Strukturdaten über die Bevölkerung dienen als Grundlage für politische und wirtschaftliche Entscheidungen von Bund, Ländern und Gemeinden auf den Gebieten Bevölkerung, Wirtschaft, Soziales, Wohnungswesen, Raumordnung, Verkehr, Umwelt und Arbeitsmarkt.

Weitere Informationen rund um die Haushaltebefragung und zu Veränderungen in der Durchführung der Haushaltebefragung im Vergleich zum Zensus 2011 finden Sie hier.

So funktioniert die Haushaltebefragung

In Vorbereitung auf den Zensus 2022 wird bereits einige Zeit vor dem Erhebungs-Stichtag im Mai 2022 ein Bestand aller Anschriften mit Wohnraum und bewohnten Unterkünften in Niedersachsen erstellt. Dieser bildet unter anderem die Basis für die Stichprobenziehung der Haushaltebefragung. Für die Haushaltebefragung werden Anschriften nach einem mathematischen Zufallsverfahren aus diesem Anschriftenbestand (Steuerungsregister) ausgewählt. Alle Haushalte an diesen ausgewählten Anschriften sind auskunftspflichtig.

Um die Qualität der erhobenen Daten zu prüfen wird etwa zeitgleich zur eigentlichen Haushaltebefragung in Niedersachsen eine Wiederholungsbefragung durchgeführt. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Der Schutz Ihrer Daten hat im Zensus oberste Priorität. Mehr zum Thema Geheimhaltung und Datenschutz erfahren Sie hier.

Pilotstudie zur Haushaltebefragung

Im Rahmen der Vorbereitung des Zensus hat das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) im Zeitraum von November 2019 bis März 2020 eine freiwillige Probebefragung durchgeführt.

Das Ziel dieser Probebefragung war es, die Organisation der Befragung und die neu entwickelten Fragebogen zu testen, damit die eigentliche Befragung reibungslos ablaufen kann. Durch diese Probebefragung können kostenintensive Nacharbeiten reduziert und die Qualität der Ergebnisse verbessert werden.

In den Städten Hannover und Laatzen sowie in den Gemeinden Algermissen und Wennigsen wurden für die Probebefragung rund 1.550 Anschriften zufällig ausgewählt. Die Haushalte an diesen Anschriften waren zur Teilnahme an der Pilotstudie eingeladen. Vom LSN ausgewählte und geschulte Interviewerinnen und Interviewer haben zu vorab vereinbarten Terminen mit den in den ausgewählten Haushalten lebenden Personen kurze, persönliche Interviews geführt. Dabei wurden einige grundlegende Fragen zu den Personen selbst und zu den Haushalten gestellt, wie beispielsweise nach dem Namen, Geschlecht, Familienstand und der Staatsangehörigkeit. Nach Abschluss des persönlichen Interviews erhielten die Haushalte individuelle Zugangsdaten für einen zweiten Befragungsteil, die Online-Befragung. Diese enthielt Fragen zur Wohnsituation, Schul- beziehungsweise Ausbildung und Erwerbstätigkeit.

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